Wir haben in der vergangenen Woche zum x-ten mal einen OSE-Workshop durchgeführt, bei welchem wir den Zweck und die Ziele vollumfänglich erreicht haben und wo wir in der abschliessenden Feedback-Runde äusserst positive Rückmeldungen erhalten haben. Für uns ist diese Erfahrung nicht nur eine weitere Bestätigung dafür, dass das über die vergangenen Jahre hinweg optimierte Design mit völlig unterschiedlichen Arbeitsgruppen perfekt funktioniert, sondern wir nehmen diesen Erfolg auch zum Anlass dafür, unser Grobkonzept “Befähigung zur virtuellen Teamarbeit” weiter zu konkretisieren.
Obwohl wir in den vergangenen 15 Jahren rund 75 Workshops mit Teilnehmern aus Europa, USA und Asien durchgeführt haben, welche nicht nur einen unterschiedlichen kulturellen Background haben, sondern auch über sehr heterogene berufliche Erfahrungen verfügen – von Studienabgängern bis erfahrene Vorstände von grösseren Unternehmen, ist es immer wieder eine besondere Herausforderung, jemand glaubhaft davon zu überzeugen, dass der Workshop Open System Experience den angestrebten Lernerfolg tatsächlich erreicht und es daher sinnvoll ist, dafür eine Woche Zeit zu investieren – weil es diese Zeit für den angestrebten Lernprozess aus Erfahrung halt braucht.
Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Open System Experience über ein bewährtes Design verfügen, das wir in Kombination mit unseren mehrjährigen Projekterfahrungen aus den Bereichen Organisationsentwicklung und Einführung von SharePoint für die Befähigung von virtuellen Teams in einer Form nutzen können, die zumindest im deutschsprachigen Europa einmalig ist. Entsprechend werden wir das nachfolgend skizzierte Grobkonzept für die wirksame Befähigung zur virtuellen Teamarbeit in den kommenden Wochen und Monaten weiter konkretisieren.
Schlüsselkompetenzen um wirksam zeitversetzt und auf Distanz zusammenzuarbeiten sind eine Kombination aus Tool-, Methoden- und Sozialkompetenz. Das Grobkonzept für die Befähigung von bestehenden Teams oder von Teams, welche in Zukunft z.B. in einem Projekt arbeiten werden, beinhaltet Elemente aus unseren zwei Produkten Open System Collaboration und Open System Experience:
- Gestartet wird mit einem 2tägigen Workshop, in welchem es v.a. um die Stärkung der Toolkompetenz (SharePoint in Kombination mit Office), das Kennenlernen (und damit erste Schritte der Teambildung) sowie um die Vermittlung von ersten Methoden (z.B. Open System Modell als Orientierungsrahmen) geht. Für jedes Team richten wir im Vorfeld eine eigene SharePoint-Site ein, welches es in der Folge für die Unterstützung der Zusammenarbeit nutzen und auch im Zeitablauf an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.
- Danach folgt eine Phase von 2-3 Monaten, in welcher Inhalte zu Themen wie Collaboration, Rolle der Führungskraft und Anwendungsmöglichkeiten des Open System Modells vermittel sowie Erwartungen geklärt werden. Diese Phase ist eine Kombination aus Selbststudium und virtuelle Formen der Zusammenarbeit. Sie wird von einem Online-Coaching (4 Sessions à 2 Stunden) begleitet.
- Nach dieser Phase folgt ein 4tägiger Workshop mit den meisten Elementen aus dem Workshop Open System Experience. Im Mittelpunkt des Workshops steht die Stärkung der Sozialkompetenz sowie die Optimierung und Weiterentwicklung von Regeln, Rollen und Arbeitsweisen der face-to-face und virtuellen Arbeit im Team. Weil die Teams auch in diesem Workshop mit ihrer SharePoint-Site arbeiten, wird dadurch auch deren Tool- und Methodenkompetenz gestärkt.
- Im Anschluss an diesen Workshop findet eine Transfer-Phase statt, in welcher pro Team nach 2 Wochen, 1 Monat, 3 und 6 Monaten je eine Online-Coaching-Session von 2 Stunden stattfindet.
Der Zeitaufwand für diesen Lernprozess beträgt somit 2 plus 4 Workshop-Tage vor Ort und 2 Online-Coaching-Tage sowie insgesamt etwa 2 Tage für das Selbststudium und für das Bearbeiten von Aufgaben im Team verteilt über mehrere Monate. Toll wäre, wenn wir das Konzept im Laufe des Jahres in einem Unternehmen pilotieren könnten.

