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Collaboration liegt im Trend

09.07.2010

70 Prozent der Unternehmen in der Schweiz planen Collaboration-Lösungen im kommenden Jahr stärker zu nutzen, so das Ergebnis einer von Avanade in Auftrag gegebenen Studie. 40 Prozent geben an, dass die bestehende IT-Infrastruktur es ihren Mitarbeitern nicht erlaubt, die Informationen zu erhalten, die sie für die Ausübung ihrer Tätigkeit benötigen. Dennoch hegen 50 Prozent der Befragten Bedenken, Collaboration einzuführen. Kosten- und Zeitaufwand, Datenschutz- und Nutzerhürden verhindern dies. So sehen 50 Prozent der Befragten den Einsatz von Collaboration problematisch für den Datenschutz, 30 Prozent beurteilen die bestehenden Technologien als noch nicht genügend ausgereift und 60 Prozent missen den persönlichen Kontakt.

Aber Virtuelle Teamarbeit ist immer mehr gefragt. So sehen 60 Prozent Collaboration als Schlüssel zum geschäftlichen Erfolg. In der Schweiz nutzen Unternehmen Collaboration-Tools vor allem, um die Produktivität der Mitarbeiter zu erhöhen und um Zeit und Kosten zu sparen. Unternehmen, die bereits Collaboration nutzen, verwenden vor allem Tools wie Instant Messaging (70 Prozent), Facebook (30 Prozent) und Business Netzwerke wie LinkedIn (30 Prozent). Kaum genutzt werden Wikis, Blogs, Microblogging und Online Communities. Als größte Herausforderung bei der Nutzung von Collaboration in globalen Projekten sehen die Schweizer Befragten vor allem die kulturellen Unterschieden (50 Prozent), unternehmensfremde Strukturen und Ziele (20 Prozent) und Sprachbarrieren (10 Prozent).

Gemäss Tysen Hartman, Global Chief Technology Officer bei Avanade, machen die Ergebnisse der Studie deutlich, dass der tiefste Punkt der Krise überwunden sei und Unternehmen aktiv nach vorne Blicken. „Collaboration-Lösungen sind wichtige Werkzeuge, um die unterschiedlichen Ressourcen zu verbinden und die Zusammenarbeit zu optimieren. Firmen können so Herausforderungen effizienter angehen und sich vom Wettbewerb differenzieren“, erklärte Tyson Hartman weiter.

Für die Studie wurden zwischen 8. und 15. Februar 2010 von Kelton Research im Auftrag von Avanade 538 Online-Interviews zum Thema Collaboration durchgeführt. Befragt wurden CIOs und CEOs in der Schweiz und 16 weiteren Ländern. Ein Grund für den Unterschied zwischen den weltweiten und den Schweizer Firmen kann die starke Verbreitung von Kommunikationstechnologien hierzulande sein. So ist für 100 Prozent in der Schweiz und weltweit für 92 Prozent der Befragten E-Mail ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit. Online-Arbeitsräume, die den Zugriff auf Daten und das gemeinsame Arbeiten daran erlauben, schätzen alle teilnehmenden Schweizer, aber nur 74 Prozent der Manager weltweit als wichtig ein. Dagegen erachten 50 Prozent der einheimischen und 62 Prozent weltweit Unternehmensportale als bedeutend.

Kommunikationstechnologie sowie Lösungen für die Teamarbeit sehen die Business- und IT-Entscheider allerdings nicht als «Allheilmittel» an. Die Applikationen bergen durchaus Risiken, sind sich die Befragen bewusst. «Collaboration-Technologien verändern die Unternehmenskultur», so Avanade-CTO Tyson Hartman. «Insbesondere jüngere, im Umgang mit sozialen Netzwerken erfahrene Mitarbeiter erwarten, dass Kollegen unmittelbar auf Anfragen reagieren. Dabei entscheidet das sinnvolle Zusammenspiel von Personen und Technologien über den Erfolg im Unternehmen.»

Die grössten Vorbehalte gegenüber Teamarbeitslösungen haben die Umfrageteilnehmer wegen der Gefahr, dass Mitarbeiter die Technik benutzen, um Arbeit zu delegieren. 50 Prozent der Schweizer – aber nur 38 Prozent der Entscheider insgesamt – äusserten diese Befürchtung. Bedenken wegen des möglicherweise höheren Energie- und Zeitaufwands durch Collaboration-Technologien haben 24 Prozent der Manager weltweit. Die einheimischen Befragten teilen die Sorge nicht.