Wo beginnen Sie mit der Erarbeitung einer Collaboration-Strategie? Mit der Installation der Collaboration-Technologie? Mit der Definition der Informationsarchitektur? Mit der Konfiguration der Templates für die Team-Workspaces oder der Workflows für die Dokumentenbearbeitung? Mit der Entwicklung neuer Arbeitsabläufe und Arbeitsmethoden?
Nein. Das alles sind zwar wichtige und notwendige Massnahmen zur Umsetzung einer Collaboration-Strategie – aber die Erarbeitung einer Collaboration-Strategie fängt ganz woanders an. Zuerst einmal müssen wir uns darüber klar werden, dass eine Collaboration-Strategie nie nur Selbstzweck ist.
Die Collaboration-Strategie ist Teil der Unternehmensstrategie!
Daher muss die Collaboration-Strategie ihren Anfang auch immer ausgehend von der Unternehmensstrategie nehmen. Die wichtigsten Fragen für den Start der Erarbeitung einer Collaboration-Strategie lauten also zuerst einmal:
- Welche Bedeutung hat das Thema Collaboration für das Unternehmen?
- Wo, in welchen Bereichen, Aufgaben, Prozessen, kann Collaboration dazu beitragen, dass die Unternehmensziele besser und schneller erreicht werden?
- Wie muss Collaboration im Unternehmen ausgestaltet sein? Welche Technologien, welche Prozesse, welche Methoden braucht es?
Doch wie geht es weiter, nachdem dieser erste Anfang gemacht ist? Wer unseren Blog in der Vergangenheit verfolgt hat, weiss es schon: die erfolgreiche Erarbeitung und Umsetzung einer Collaboration-Strategie setzt ein integriertes Projektdesign voraus.
Der letzte Blogbeitrag ging auf die inhaltlichen Elemente eines solchen integrierten Projektdesigns ein. Der aktuelle Blogbeitrag widmet sich der Gestaltung der Projektphasen zur Erarbeitung und Umsetzung einer Collaboration-Strategie. Entscheidend bei der Erarbeitung und Umsetzung einer Collaboration-Strategie ist die Kombination zwischen visionärer Konzeptarbeit und alltagsorientiertem Lernen.
Ein Projekt zur Erarbeitung und Umsetzung einer Collaboration-Strategie muss daher immer auf zwei parallele Stossrichtungen abgestimmt werden:
- Freiraum zum Entwickeln und Verankern neuer Visionen und Konzepte
Eine erfolgreiche Collaboration-Strategie findet ihre Wurzeln nicht nur in der realitätsbezogenen Kenntnis des Alltags und in den Grundlagen der Unternehmensstrategie, sondern ebenfalls in zukunftsorientierten Visionen. Wer den Alltag mit seinen Problemen und Herausforderungen kennt und respektiert, kann Collaboration-Zukunftsvisionen entwickeln, die einladend wirken, bewältigbar sind und Vertrauen schaffen. Benchmarking kann dabei helfen, über den eigenen Alltag und die eigenen Erfahrungen hinaus zu wachsen und innovative, herausfordernde Ziele im Bereich Collaboration anzuvisieren. - Lernplattform zum Lernen und Üben der neuen Technologie
Die Collaboration-Lernplattform ermöglicht das Sammeln von Erfahrungen und die Einübung von Best Practices. Sie unterstützt die on-the-job-Befähigung und das Ausloten des Potenzials der neuen Technologie. Die Lernplattform ergänzt und konkretisiert die Strategie-Erarbeitung und die schnelle Realisierung von Verbesserungspotenzialen.

Im Einzelnen hängt das passende Projektdesign immer von der konkreten Situation ab und kann nur bedingt verallgemeinert werden. Wir möchten Ihnen jedoch ein Standard-Design vorschlagen, auf das Sie bei der Planung und Gestaltung Ihres Collaboration-Projekts aufsetzen, und das Sie nach den Gegebenheiten Ihres Unternehmens individuell anpassen können.
Unser Projektdesign (Präsentation öffnen…) sieht sechs Projektphasen vor:
- Phase 1: Collaboration-Vision als Teilbereich der Unternehmensstrategie formulieren
- Phase 2: Collaboration-Labors aufsetzen, begleiten und auswerten
- Phase 3: Collaboration-Strategie erarbeiten und Umsetzungskonzept ausarbeiten
- Phase 4: Collaboration-Pilot implementieren, begleiten und auswerten
- Phase 5: Rollout der restlichen Collaboration-Bereiche
- Phase 6: Evaluation und Optimierung der Implementierung der Collaboration-Strategie zur Sicherstellung des Nutzeninkassos und des Lernzuwachses.
Im kommenden Teil 2 des Blogbeitrags werden wir die einzelnen Phasen dieses integrierten Projektdesigns beschreiben.
Haben Sie Fragen oder Kommentare?
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